25 Nov

MehrAlsSchülerband

The Lemon Twigs in der Kantine am Berghain am 23.11.16

Und wieder war es das Los, dass entschied und mich in die Kantine am Berghain schickte ( nein, tatsächlich war es wieder mal das TIP Stadtmagazin – danke nochmals).
Auf dem Plan standen diesmal The Lemon Twigs, einer wirklich sehr jungen Band aus Long Insland, New York, bestehend aus Brian D’Addario (guitar, keyboards, vocals, drums, horns, strings), Michael D’Addario (guitar, keyboards, vocals, drums), Danny Ayala (keyboards), und Megan Zeankowski (bass). Die Brüder Brian und Michael sind gerade mal 19 und 17 Jahre alte (die anderen beiden sind auch nicht älter) und sind dank der musikalischen Förderung des Papas auch kleine Multitalente, was Schlagzeug, Keyboard, Gitarre und weiß ich noch was angeht. Ihre Musik ist eine Mischung aus Punkrock, Queen, ELO, Thin Lizzy, the Who und alles, was sie in Vadders Plattenkiste gefunden haben und ist schon auf CD gut, live war es es echt der Hammer.
Natürlich viel rauher, für so kleine Lümmels sau gut gespielt, die mit wenig Attitüde und ganz niedlich irgendwie noch sehr kindlich herumalbernd auf der Bühne herumhopsten und sich neckten und noch nicht so recht wussten, was sie dem Publikum erzählen sollen. Dabei waren sie natürlich trotzdem extrem unterhaltsam, was ich ihnen hoch anrechne, denn umgekehrt haben sie aus ihrer Sicht vor Rentnern gespielt. Selten habe ich ein so hochjähriges Publikum bei einer Indieband gesehen und ein paar der alten Herren konnten sogar mitsingen (vielleicht war es Familie, wer weiß).
So rockten die vier, von denen ich wirklich alle absolut talentiert fand, die Kantine am Berghain, von der ich hoffte, dass die Decke nicht runterkäme. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel Spaß bei einem Konzert hatte.
Ich liebe diese kleinen Locations einfach und direkt an der Bühne zu stehen, fast in Griffnähe gelingt einem ja selten.
Ich glaube sie haben ihr komplettes Album gespielt und einen alten Song, einen neuen Song, ein Cover und dann noch eine Zugabe die so rührend war: „Komm gib mir Deine Hand“ von den Beatles…
Brian und Michael tauschten nach der Hälfte die Plätze, bzw. Schlagzeug und Gitarre und den Leadgesang, wobei Michael den etwas raueren Part übernommen hat und die auch etwas rockigere Attitüde hat (Pete Townshend ließ grüßen).
Megan musste mittendrin Getränke holen und warf die Flaschen zur Strafe über die Bühne (richtig so Mädel) und Danny sah aus, als wäre er von Omas Jeopardy-Abend geflohen, in Hausschuhen und mit Häschenshirt.

Völlig klar, dass ich Band nun noch mehr liebe und weiterhin verfolgen werde, was sie machen, da ist ja noch Luft nach oben und wenn sie es richtig anpacken, werden sie das Ding auch Schaukeln.

The Lemon Twigs
Lammfellhausschluffis als Bühnendress

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5 Aug

Blogparade:„SieMagMusikNur,WennSieLautIst‟–10SongsZumAufdrehen

So da ist sie, die lang erwartete Blogparade der singendenLehrerin:

10 Lieder, möglichst keine aktuellen Hits, bei denen ihr laut aufdreht, lauthals mitsingt oder die Tanzfläche stürmt.
Okay, nichts leichter als das dachte ich, aber ganz ehrlich, es ist total schwer hier eine Auswahl zu treffen.
Nichtsdestotrotz habe ich mich durchgerungen 10 Songs unter Hunderten Lieblingssongs auszuwählen und sie hier zu präsentieren.
Wie gewünscht sind das alles Oldies, mehr oder weniger Jährchen auf dem Buckel.

The Cramps – Human Fly

The Chemical Brothers – Hey Boy Hey Girl

Tuxedomoon – No Tears

Leila K – Open Sesame

NIN – Wish

 

Anne Clark – Our Darkness

The Prodigy – Voodoo People

Beastie Boys – Sabotage

The Damned – New Rose

The Dead Kennedys – Holiday in Cambodia

 

 

 

13 Jun

FönfrisurOderDerMüllsack

Im Artekonzert mit:

Peter, Björn and John

IMG_3370Und wieder mal ein SchwuZ-Event von Arte in Konzert, diesmal mit den Indiepoppern aus Stockholm, die bereits ein paar Jahre auf dem Buckel haben.
1999 gegründet und etliche Alben später nun heute also ihr Auftritt hier in Berlin mit frechem Fransenfönlook und Dreitagebart.
Optisch was zu bieten haben die Jungs ja nicht, aber gut…
Das Publikum war teilweise angepasst, wobei heute der Geschlossenermüllsacklook dominierte. Früher nur bei Frauen zu sehen, heute auf aller Herren Köpfe, gerne auch mit Bart. IMG_3377Dazu Stretchjeans und Turnschuhe, auf der Bühne wurden klassisch Boots getragen, wahrscheinlich HushPuppies.
Die Luft war feuchtwarm die Stimmung gut und kaum jemand schien mehr als zwei Songs der Band zu kennen wie aus vielen aufgeschnappten Gesprächen zu erfahren war.

Die Musik an sich ist nicht so meins; das Konzert fing gut an, flachte dann ab und als ich sehr müde wurde und überlegte mich mit einem Longdrink zu erfrischen, kamen ein paar ”Kracher“ wenn man das bei dieser Band so sagen darf und das Konzert klang gut aus.
Die Playliste wird nachgereicht, Fotos sind so naja, weil ich klein und alle anderen sehr groß sind, aber der Gedanke zählt ja bekanntlich.

 

23 Mai

40Jahre-Bier,SchweißUndFehlendeZähne

The Damned Freikonzert von BerlinLive – Arte Concerts im SchwuZ

CaptainSensibleWir werden alle nicht jünger, keine Frage, aber wer bereitet einen auf ein Wiedersehen mit den alten Punkrockern von früher vor; die Menschen, mit denen man auf jedes Konzert seiner Teenager und Twenzeit, so vor 35 Jahren, gegangen ist?
Das Arte Concert heute im SchwuZ für lau war nun die Gelegenheit für uns alte Sparfüchse und noch immer Punkrockfreunde mal wieder so richtig die Sau rauszulassen, Gut, manch einer kam auf Krücken, einer saß im Rollstuhl, andere brauchten nach der geballten Faust in der Luft den Aspirator, aber es hat Spaß gemacht. Nach einem dutzend Bier wurden dann auch die letzten müden Knochen locker und der kleine Raum erfreute sich pogender (Konzert)RenIMG_3323tner, denen meist schon ein paar Zähne fehlten und die schütteres Haar hatten, aber wenigstens konnten sie die schwarze Haarfarbe von damals aufbrauchen und sich ins alte Ruts-Shirt quälen. Egal ob „Neat, neat neat“, „Melody Lee“, „Smash it up“ oder New Rose, ich sah nur glückliche alte Männer, die verschwitzt in der wabernden Masse hüpften.
Dagegen war „The Damned“ routiniert, Dave Vanian gelassen wie gut gekleidet und der Captain war eins mit uns alten Haudegen und so frei noch ins „Wild At Heard“ einzuladen.
Natürlich vergesse ich nicht Monty OxyMoron zu erwähnen. Jener verrückte Typ am Keyboard, der in Totenkopf-Stretch-Klamotten, Nickelbrille und spikey Fastafrolook den Partyboy gab. So stellte ich mir mal Mann vor in diesem Alter jetzt, war mir sicher, dass er genauso enden wird, ist er aber nicht.
OxyMoron ist jedenfalls der Knaller und das Konzert mit zwei Zugaben und trotzdem auf eine Stunde begrenzt war es auch.
Wirklich, ein netter Abend.

Setlist

  1. Street of Dreams
  2. Wait for the Blackout
  3. I Just Can’t Be Happy Today
  4. Noise Noise Noise
  5. Under the Floor Again
  6. Neat Neat Neat
  7. Alone Again Or
    (Love cover)
  8. New Rose
  9. Disco Man
  10. Stranger on the Town
  11. Melody Lee
  12. Ignite
  13. Love Song
    Zugabe:
  14. Eloise
    (Paul Ryan cover)
  15. Smash It Up

 

24 Apr

DieCindy&BertDesIndie

Meine Leidenschaft für The Kills hält sich irgendwie in Grenzen auch wenn ich Alison Mosshart wirklich mag und ihre Stimme sehr schätze. In Kombi mit Jamie Hince ist das jedoch so eine Sache. Würde der Kerl nicht im Hintergrund stimmliche Geräusche machen wie einst Cindys Bert, wäre das Ergebnis für mich noch erfreulicher. So ist es auf jeden Fall aber anhörbar und ich bin gespannt wie die ganze „Platte“ klingt.

8 Apr

SchwedischesReibeisen

Leia K. hatte ich seinerzeit schon auf meinem alten Blog, aber was solls, ich liebe diese beiden Songs bis heute.
Leider hat das Mädel nach ihrer Hochphase in den 90igern vor allem durch ihren unsteten Lebensstil auf sich aufmerksam gemacht, ist obdachlos geworden und sogar ins Gefängnis gewandert.
Es bekommt einfach nicht jedem so jung berühmt zu werden.

Hier zwei Stücke aus besseren Zeiten: